MEIN FAIRES FRÜHSTÜCK

MEIN FAIRES FRÜHSTÜCK

Ein ausgewogenes Frühstück, ein Sonnengruß, mein Tagebuch, Blumen, Musik, Freunde und eine Tasse Kaffee - mein perfekter Morgen lässt sich wohl mehr oder weniger mit diesen Worten zusammenfassen. Insbesondere die ersten Stunden des Tages sind für mich ausschlaggebend dafür, wie die restliche Zeit bis zum ins Bett gehen verlaufen werden und ich bin super glücklich, mir über die Jahre hinweg eine wunderbare Morgenroutine kreiert zu haben. Das Highlight daran: ganz klar das Frühstück! Wer mich kennt, weiß, dass ich ein absoluter Frühstücksmensch bin und die erste Mahlzeit des Tages gerne ausgiebig zelebriere. Wer mich kennt weiß auch, dass ich seit einiger Zeit immer mehr versuche, meinen Alltag bewusster und nachhaltiger zu gestalten. Deshalb setze ich mich immer wieder damit auseinander, was da eigentlich in meinem Vorratsschrank und Küchentisch landet. Vegan, bio, regional, unverpackt ... und fair? Damit hatte ich mich bis vor kurzem noch nicht allzu sehr auseinander gesetzt, obwohl mir “Fairtrade” an sich kein neuer Begriff ist. Dass man besonders beim Kaffee auf das Fairtrade-Siegel achten sollte, das hatten mir meine Eltern schon als Kind eingetrichtert und ich erinnere mich noch gut daran, wie meine Großmutter im Eine-Welt-Laden Kekse mit eben diesem Logo kaufte.

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Warum eigentlich Fair Trade? 

Die Gründe sind bei Lebensmitteln wie bei Kleidung oder allen anderen Produkten die gleichen: faire Arbeitsbedingungen sollen gegeben sein und Menschen sollten ihren Lebensunterhalt mit ihrer eigenen Arbeit verdienen können, ohne unter unmenschlichen Bedingungen oder für einen Hungerlohn arbeiten zu müssen. Unsere Welt ist leider nicht immer fair und im durchaus privilegierten Deutschland lässt sich das schnell einmal vergessen. Insbesondere bei Lebensmitteln wie der Banane oder der Kaffeebohne, die schlichtweg nicht auf deutschem Boden wachsen können, lässt sich schwieriger nachvollziehen, wie Arbeitsbedingungen und Produktion stattfinden. Hier denken wir weiter: das Fairtrade-Siegel steht für faire Arbeitsbedingungen und Löhne, was wiederum Bildung, Gesundheit, Umweltschutz und viele weitere Aspekte unterstützt, die das Leben vieler Menschen betreffen. Wer weiter denkt, der wird somit zum ... Fairdenker? Richtig! 

Doch wie kaufe ich fair ein? Ist das nicht schwierig und teuer? 

Genau das habe ich für euch getestet. Ich liebe es, FreundInnen zu mir zum Frühstücken einzuladen, schon etwas früher aufzustehen und nach der morgendlichen Runde Yoga alles vorzubereiten. Letzte Woche waren Luise und ihre Hündin Gini bei mir zu Hause und habe beim Einkauf für unser Frühstück einmal darauf geachtet, welche Produkte mit Fairtrade-Siegel ich hierfür einkaufen kann. Um herauszufinden, wie einfach das wirklich ist, bin ich nicht extra in den Eine-Welt-Laden gegangen, sondern ganz bequem in den Supermarkt auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die Überraschung: Selbst hier sind eine ganze Menge Fairtrade-Produkte im Einkaufswagen gelandet. Ziemlich viel habe ich gefunden von Bananen über Blumen bis hin zu Tee, veganer Schokocreme und Saft bis hin zum Kaffee der Marke Café Intenión. Hier habe ich mich für den Fuerte und gemahlenen Espresso mit nach Hause genommen, da ich je nach Lust und Laune zwischen meiner French Press und Bialetti wechsle. Bevor Luise klingelte, musste ich schon die erste Tasse des Fuerte probieren und muss sagen: ich bin kein Profi in der Zubereitung von Kaffee, deswegen erkläre ich den super leckeren und vollmundig-intensiven Geschmack mal einfach mit der Wahl des Kaffee!

Die Marke wurde von Albert Darboven ins Leben gerufen und brachte im Jahr 1993 den ersten fairen Kaffee für alle in die deutschen Supermärkte - damals noch unter dem Namen TransFair Kaffee. Der Gründer kannte aus persönlicher Erfahrung die oft unwürdigen und schwierigen Arbeitsbedingungen in Herstellungsländern und wollte daran etwas ändern. Seitdem ist die Marke und ihr Sortiment gewachsen und setzt sich auch weiterhin dafür ein, als Fairdenker die Welt Stück für Stück zu einem besseren Ort zu machen. 

Ich selbst liebe Kaffee und trinke ihn täglich. Die Wahl, im Supermarkt zwischen all den Marken zu einer zu greifen, die auch darauf achtet, dass der Kaffeebauer am anderen Ende der Produktionskette einen fairen Lohn erhält, sollte mir also schon wichtig sein. So schwer ist das ja nicht, oder?

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Vielleicht erinnert ihr euch noch aus vorangegangenen Blogpsts an meinen Leitspruch: man kann nicht alles perfekt machen, man muss aber auch nicht alles schlecht machen. Und als kleine Ergänzung, füge ich hier hinzu, kann man jeden Tag sein Bestes geben. Ich muss ganz ehrlich sagen: bei meinem Einkauf für die „Faires Frühstück“ Challenge mit Café Intención war das nicht schwer! Einige Produkte habe ich nicht Fairtrade finden können habe dafür aber Alternativen gefunden: Die Brötchen habe ich dafür bei der kleinen regionalen Bäckerei in meinem Kiez gekauft und die Haferflocken hole ich alle zwei Wochen im Unverpacktladen hier im Prenzlauer Berg. 

Mit diesem Beitrag wollte ich euch zeigen, wie einfach es ist zum Fairdenker zu werden und beim Einkauf auf das Fairtrade- Siegel zu achten: für uns ist es eine Kleinigkeit, zwischen all den angebotenen Produkten zu dem Fairen zu greifen. Diese Kleinigkeit kann jedoch eine große Unterstützung für die Person bedeuten, die an der Produktion unseres morgendlichen Kaffees beteiligt ist. Zum Glück gibt es Fairdenker wie Albert Darboven, der mit Café Intención den Weg geebnet hat, um uns die richtige Wahl im Supermarkt heute so leicht wie möglich zu machen. 

Wie sieht es bei euch aus? Achtet ihr auf Fairtrade bei eurem Einkauf? 
Ich habe meine „Faires Frühstück“-Challenge mit Café Intención bereits gemeistert. Ihr könnt noch bis zum 11.05. an der „Fair in den Tag“ Challenge von Fairtrade teilnehmen, um die Menschen um euch darauf hinzuweisen, wie wichtig fairer Handel und faire Produktion wirklich ist - und wie einfach es ist, im Alltag die richtige Wahl zu treffen.

JOURNALING, SETTING INTENTIONS AND GOALS

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