WIE FAIRER KAFFEE FRAUEN WELTWEIT UNTERSTÜTZT

WIE FAIRER KAFFEE FRAUEN WELTWEIT UNTERSTÜTZT

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Nachdem ich bereits vor einigen Monaten durch die faire Frühstückskampagne ein wenig an die Thematik und Wichtigkeit von fairem Kaffee herangeführt wurde, ist es diesen September wieder soweit: im Rahmen der fairen Woche lädt Fairtrade Deutschland ein, sich einmal mehr mit dem Entstehungsprozess von Produkten, die uns jeden Tag begleiten, und fairem Handel zu beschäftigen.

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Café Intención, Fairtrade-Pionier unter den großen Kaffeeröstern, hat mich dazu aufgefordert, mich etwas genauer damit auseinanderzusetzen, wie fair mein Alltag eigentlich aussieht. Tatsächlich habe ich für mich persönlich das Resümee gezogen, dass ich mich im letzten halben Jahr immer mehr mit dem Thema auseinandergesetzt habe und ein paar Tipps und Tricks gefunden habe, im Alltag beim Einkauf gleich auf die fairen Lebensmittel zu achten. Ganz easy geht das mittlerweile bei der täglichen Tasse Kaffee und Bananen: hier habe ich auch mittlerweile mein Umfeld beeinflusst und ihnen erklärt, wie klein der Unterschied für uns beim Griff ins Regal ist und wie groß dafür die Auswirkungen für  die HerstellerInnen unserer Lebensmittel sind.

Im Zuge der Fairen Woche hat Café Intención mir die Challenge gegeben, mal eine ganz andere Tasse Kaffee zuzubereiten - und das mit möglichst fairen Zutaten. Wer das Rezept noch nicht kennt, aufgepasst! Hier könnte es sich um mein neues Lieblingsrezept für kalte Tage handeln.

Spicy Peruvian Coconut Mocha

Für eine große Portion oder zwei Tassen:

  • 12g Ecológico von Café Inténcion, gemahlen

  • 2 EL Kokosbutter

  • 1 TL Kakaobutter, ungesüßt

  • 2 TL Honig

  • 1/2 TL Maca Pulver

  • 2-3 Prisen Cayenne

  • 2 Prisen Muskatnuss

  • 1/4 TL Vanilleextrakt oder 1/8 TL Vanille Paste

Am Namen des Rezepts lässt sich bereits erahnen - und einmal wieder mit mehr Respekt für das fertige Produkt staunen - wie weit die Kaffeebohnen wandern, bis sie bei uns im Supermarktregal landen. Dort fand ich mich auch wieder, um alle Zutaten für den Spicy Kaffee zu suchen - eine tolle Challenge, um Fairtrade einmal aus einem neuen Blickwinkel zu sehen und etwas ganz anderes auszuprobieren. Ein netter Nebeneffekt: faire Lebensmittel sind heute keine Rarität mehr und auch im Supermarkt nebenan zu finden.

Den Ecológico von Café Inténcion konnte ich sofort im Regal entdecken, was perfekt zu dem würzigen und vollmundigen Rezept passt. Zu meiner Überraschung hatte die Supermarktkette, die ich aufgesucht hatte, einen Aussteller mit Fairtrade-Produkten, wo ich zumindest auch fair produzierten Kakao, Vanille, Kokosbutter und Honig (den ich als Veganerin dann durch einen Bio Agavendicksaft ersetzte), finden konnte. Etwas schwieriger gestaltete es sich bei den Gewürzen Muskatnuss und Cayenne-Pfeffer. Hier fiel mir mal wieder auf: diese Produkte, die uns so alltäglich vorkommen, sind nicht nur Exoten, sondern wandern auch einen langen Weg, bis sie bei uns im Regal stehen können, da sie nicht in Europa produziert werden (können).

Zurück zu Hause machte ich mich gleich an die Zubereitung. Und weil Kaffee zusammen besser schmeckt, als alleine, fragte ich gleich meine Fast-Nachbarin Luise, ob sie auf eine Tasse vorbei kommen möchte. Luise hatte während meiner New York-Reise meine Pflanzen gepflegt und das war die ideale Gelegenheit, mich gleich dafür zu bedanken. 
Der Ecológico von Café Inténcion war für die Zubereitung einfach perfekt und die Gewürze, zusammen mit dem Öl, runden perfekt den ausgewogenen Geschmack und das feine Aroma des Kaffee ab. Der Geschmack ist etwas milder, als beispielsweise der des Espresso, was unter anderem durch die sorgsame Langzeitröstung der Kaffeebohnen entsteht.

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Luise und ich fanden das Rezept beide super lecker! Gerade jetzt, wo es langsam wieder kühler draußen wird, ist so eine würzige Prise im Kaffee keine schlechte Idee und macht die morgendliche Tasse Kaffee gleich interessanter.
Wir beide haben immer so einiges zu bequatschen, allein schon aus dem Grund, dass wir beide leidenschaftliche Kaffee-Liebhaberinnen sind und uns immer wieder über Cafés in Berlin mit veganen Optionen austauschen. :) Noch dazu arbeiten wir beide im Kreativbereich von Social Media. 

Nachdem das Motto der Fairen Woche dieses Mal „Geschlechtergerechtigkeit“ hieß, fand ich es super spannend von Luise zu hören, wie sie dieses Thema in unserem Beruf sieht. Berlin scheint als die Stadt, in der wir uns bewegen, schon wirklich fortschrittlich zu sein und hier arbeiten kreative Köpfe verschiedener Geschlechter zusammen. Wir sind uns nach längerer Unterhaltung dennoch beide einig geworden, dass es auch in der Kreativbranche immer noch viele Stereotype, Vorurteile und teils auch mangelnde Gleichberechtigung gibt. So sind bestimmte Medien, Produkte und Themen oft noch „typisch männlich, typisch weiblich“ und manche Kampagnen, Ideen und Jobs würden oft wohl eher an weibliche Content-Creatorinnen weitergeleitet, obwohl die Konzepte und Umsetzung eines Mannes vielleicht genauso cool und innovativ wären. Sich das selbst einmal mehr bewusst zu machen, hat mich zum Nachdenken gebracht: die Person, die darüber entscheidet, wie sie Stereotype wahrnimmt und ob sie sie auch ernst nehmen möchte, bin immer noch ich.

Durch die Zusammenarbeit mit Fairtrade-Kooperativen, unterstützt Café Intención – der Fairtrade Pionier – bewusst Kaffeebäuerinnen in Peru und Honduras. Durch die Bestrebungen von Fairtrade werden unter anderem auch Frauen darin bestärkt auf eigenen Beinen zu stehen und für ihre Arbeit genauso gerecht bezahlt zu werden wie ihre männlichen Kollegen. Hier findet ihr noch weitere Informationen über den Einfluss von fairem Handel in Honduras und Peru.

Da ich selbst bis vor der Einladung zur Teilnahme an der Fairen Woche noch gar nicht so viel über die Arbeit von Fairtrade Deutschland zu diesem Thema wusste, möchte ich euch super gerne an den Erkenntnissen meiner Recherche teilhaben lassen.

Durch die fortschreitende Verarmung kleinbäuerlicher Familien kommt es in vielen Regionen dazu, dass männliche oder zuletzt auch verstärkt weibliche Familienmitglieder Arbeit in städtischen Zentren oder im Ausland suchen. So kommt es derzeit zu einer verstärkten Feminisierung von Lohnarbeit. Diese ist meist von schlechten Bedingungen und geringen Löhnen geprägt. Frauen machen weltweit anteilsmäßig zwar einen geringeren Teil der Erwerbstätigen aus, stellen jedoch 60% der "working poor".

Fairtrade setzt sich durch die eigenen Fairtrade-Standards gegen sexuelle Diskriminierung, Ausbeutung und Missbrauch und für Mutterschutz von Arbeitnehmerinnen, soziale Absicherungen und Sozialleistungen ein. Die Fairtrade-Prämie wird oft genutzt, um in Projekte zu investieren, die eine bessere Kinderbetreuung, ein besseres Gesundheitssystem oder die Schaffung von Zugang zu sauberem Wasser unterstützen.

Quelle: Fairtrade Frauenrechte, Stand: September 2019

Als Fairdenker setzt sich auch Café Intención für die Stärkung von Geschlechtergereichtigkeit ein. Hinter der Arbeit von Café Intención stehen viele starke Frauen, deren Arbeit genau so geschätzt und vergütet werden soll wie die von allen anderen auch. Deshalb bin ich super happy, auch dieses Mal wieder bei der Fairen Woche dabei gewesen sein zu dürfen und dankbar für den Reminder, mich auch in meinem Alltag bewusst mit dem Thema auseinanderzusetzen. Wie sieht es bei euch aus? Wie wichtig ist euch ein fairer Einkauf im Alltag - achtet ihr überhaupt darauf? Und wer von euch wusste schon Bescheid über die wichtige Arbeit von Fairtrade, wenn es um Geschlechtergerechtigkeit geht? Ich bin gespannt!



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