EXPLORING FUERTEVENTURA WITH A VAN

EXPLORING FUERTEVENTURA WITH A VAN

Dass ich in diesen Semesterferien von Mitte Februar bis Mitte April mal wieder etwas mehr verreisen würde, dachte ich mir schon zu Beginn des Jahres. Dass es dann so viele einzigartige und unvergessliche Erinnerungen an fremden Orten werden würden, hätte ich nie gedacht. Deshalb bin so unendlich dankbar für all die Reisen, die ich in den letzten zwei Monaten erleben durfte - inklusive unseres Trips nach Fuerteventura. Kurz nach Neujahr sagte meine Freundin Jessie zu mir, dass sie ein kleines Getaway von ihrem Wohnort London wirklich gut gebrauchen könnte und bei solchen Plänen bin ich natürlich immer dabei, wie ihr euch denken könnt. :)

Mein Flug ab Berlin Tegel ging ziemlich früh um 6:30 Uhr und dauerte ganze viereinhalb Stunden. Denn obwohl Fuerteventura offiziell zu Spanien gehört, liegt es in der Gruppe der Kanarischen Inseln, direkt neben Marokko, und liegt doch weiter entfernt, als ich dachte. Da Jessie erst einen Flug 8 Stunden später nehmen konnte und unserer Airbnb Host uns auch erst abends abholen konnte, verbrachte ich den Tag in Puerto Del Rosario. Der Bus dorthin kostet 1,80€ und fährt ab dem Flughafen alle 15 Minuten nur 10 Minuten in die Stadt. Da ich nur sehr wenig Handgepäck, genauer gesagt einen Rucksack, dabei hatte, konnte ich ein wenig herum laufen und mir alles angucken … okay, so viel habe ich dann doch nicht gesehen, sondern es mir mit Laptop am Strand und in einem tollen gegangen Café gemütlich gemacht! Ich war richtig froh, das “Delicias Y Namaste” zu finden, das unglaublich tolle Smoothies und ausschließlich vegane, glutunfreie Speisen auf der Karte vorweist. Ich hatte das Sandwich und einen super leckeren Smoothie, und arbeitete noch einiges auf, bevor es in Holiday Mode ging.

Unser Airbnb findet ihr unter diesem Link. Den Van namens Max hatte Jessie gefunden und wir waren uns sofort einig: so wollen wir unseren Urlaub verbringen! Die Insel erkunden, schlafen und aufwachen wo man möchte, wir konnten uns nichts schöneres vorstellen. Max ist ein alter Mercedes, der ziemlich viele Tonnen auf die Waage bringt, seine kleinen Eigenheiten hat und auch nicht gerade den leisesten Motor besitzt, weshalb wir weite oder häufige Fahrten eher vermieden haben, aber dennoch einige schöne Orte der Insel erkunden konnten. Da viele Fragen diesbezüglich von eurer Seite kamen: wir hatten eine Dusche und WC im Van eingebaut, was wir jedoch nie benutzt haben. Wir haben zwei Mal in den öffentlichen Duschen eines Hotels mit Poolanlage geduscht und sonst WCs in Cafés usw. genutzt, was nie ein Problem war. :)

Unser Trip startete in El Cotillo, einem sehr süßen, ruhigen und kaum touristischen Ort an der Ostküste. Das kleine Städtchen hat eine tolle französische Bäckerei, einen guten Italiener direkt am Strand und … viel mehr kann ich euch gar nicht erzählen, außer dem sehr entspannten Vibe. Denn um ehrlich zu sein, haben wir nicht viel mehr gemacht, außer den Strand zu genießen und zu entspannen.

Nach einer Nacht in El Cotillo ging es weiter in den etwas größeren Ort Corallejo. Hierher fuhren wir in der Dunkelheit, suchten einen Parkplatz irgendwo nähe Strand und nähe Ortskern … und wachten zu diesem Ausblick auf!

Genau das ist das Schöne daran, einen mobilen Schlafplatz zu haben. Wir waren hin und weg!
Hin und weg waren wir an unserem ersten Abend auch von dem veganen Restaurant „Past And Future“. Hier gibt es alles - in vegan! Lasagne, Curries, Heringssalat, Quiche, Mousse Au Chocolat, … Wir entschieden uns für das warme und kalte All You Can Eat, damit wir uns gut durchprobieren konnten. Auch wenn die Bilder vielleicht nicht super appetitlich aussehen, es war absolut himmlisch und für 15€ wirklich top. Inklusive Veganer Bailey’s!
Ansonsten haben wir jeden Tag selbst gekocht und Frühstück gemacht, da unser Van eine kleine Küche mit Gasherd hatte und sowohl Jessie, als auch ich eher Lust hatten, unsere Mahlzeiten selbst zuzubereiten und einfaches whole foods based veganes Essen lieben!

Ein Highlight in Corallejo waren neben unserer Yogaklasse bei Namaste Yoga auch die Dünen, die nur eine 10 minütigen Fahrt vom Stadtkern liegen. Wir parkten den Van einfach am Straßenrand und liefen zehn Minuten durch eine fast surreale Sandwüste zum Strand. Mit dem Wetter hatten wir uns jedoch irgendwie sehr oft verschätzt: Nachmittags, wenn wir endlich einmal in die Gänge kamen, zogen oft Wolken auf. Geregnet hat es zwar kein einziges Mal, die Insel ist aber so windig, dass wir nach 13 Uhr eigentlich nur noch mit Pulli und langer Hose draußen waren. Wunderschön war es dennoch!

An unserem vorletzten Tag parkten wir den Van irgendwo zwischen den berühmten Dünen von Corellejo und Puerto Del Rosario und stellten uns den Wecker, um den Sonnenaufgang zu sehen. Und was soll ich sagen … es war wirklich traumhaft, so beruhigend und der schönste Start in den Tag, den man sich vorstellen kann. Alles in allem muss ich sagen, war es die beste Entscheidung, für unseren Trip mit dem Van unterwegs zu sein.

Ich würde euch gerne noch von mehr Highlights berichten, jedoch nutzten wir wirklich die Tage, um abzuschalten, zu entspannen, zu lesen und zu schlafen. ;) Ich würde auf jeden Fall wieder auf die Insel fliegen! Fuerteventura ist ein super exotisches Getaway, das an die Karibik erinnert, jedoch mit spanischem Einfluss und einfach nicht so weit entfernt von Deutschland.
Die Uhren ticken hier ein wenig langsamer und das hat sich nach nur fünf Tagen bereits komplett auf mich ausgewirkt - ich kann euch nicht sagen, wann ich zuletzt so entspannt einen Rückflug nach Berlin angetreten bin und hoffe, dass diese Ruhe noch ganz lange nachwirkt.

WHAT DO I STUDY?

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