JOURNALING, SETTING INTENTIONS AND GOALS

JOURNALING, SETTING INTENTIONS AND GOALS

“Je älter ich werde, desto schneller scheint die Zeit zu verstreichen” - vor nicht allzu langer Zeit habe ich diesen Satz - nicht zum ersten Mal - gehör und muss gestehen, dass ich mich in gewisser Weise darin wieder finden kann. Kaum zu glauben, aber heute ist der erste Mai 2019 und seit Beginn des Jahres ist zwar einerseits unfassbar viel in meinem Leben passiert, gleichzeitig scheint die Zeit nur so zwischen meinen Händen zu zerrinnen.

(M)eine Erklärung dafür dass die Zeit immer schneller zu verstreichen scheint, ist der, dass wir nicht mehr neugierig sind. Als Kind war alles neu und wir nahmen täglich unzählig viele neue Eindrücke wahr. Als ErwachseneR kennen wir uns aus in unserer Umgebung, wir staunen nicht mehr über jede Straßenlaterne und nehmen dadurch automatisch so viel weniger Eindrücke wahr. Wir sind nicht mehr neugierig genug.

Und was hilft jetzt dagegen? Ich erinnere mich noch genau daran, wie ich als Kind unglaublich viel über meine Erlebnisse reflektiert habe, alles ZERdenken musste, Tagebuch geschrieben habe.
- und da wären wir auch schon: seit Jahren schreibe ich wieder Tagebuch, mal mehr mal weniger. Seit ungefähr einem Dreiviertel Jahr wieder sehr viel mehr und ich merke einfach, wie gut es mir tut, im Alltag innezuhalten und zu reflektieren.

Auch wenn es mir normalerweise ehrlich gesagt oft schwer fällt, Achtsamkeitsrituale in meinen Alltag zu integrieren - gerade wenn der Tag sich eher stressig gestaltet und “keine Zeit” für mich bleibt und anderes wichtiger scheint - habe ich das mit dem Tagebuch wirklich ganz gut hinbekommen. Ein Ziel, wie lange, was oder wie oft ich schreibe, habe ich mir gar nicht gesetzt. Aber wenn ich morgens meinen Terminplaner aufschlage, fühle ich mich meist einfach danach, ein paar Zeilen über den gestrigen Tag auf die Seite einzutragen. Das muss nicht viel sein: Stichpunkte, drei Dinge für die ich dankbar bin … oder manchmal auch viel mehr. Ich bin der festen Überzeugung dass gerade weil ich mir keine Regeln und keinen Druck setze, dieses Achtsamkeitsritual zu praktizieren, es so gut bei mir funktioniert. Manchmal schreibe ich jeden Tag in meinen Planer, manchmal erst nach 10 Tagen wieder. Und das ist völlig fine so. Da wären wir mal wieder bei der umgedrehten Psychologie. ;)

Innehalten und überlegen wie ich mich gerade eigentlich fühle, das bringt mich in den allgegenwärtigen Moment zurück. Manchmal merke ich auch, dass es mir gerade eigentlich nicht so gut geht, ich wegen etwas bedrückt bin und das in meinem Alltag weggeschoben habe - weil Anderes wie so oft “wichtiger” war. Dann fühle ich da genauer hin. Außerdem ist mein Tagebuch für mich auch meine Form, kreativ zu werden, ein wenig zu zeichnen, Spaß zu haben.

Gerade zum Ende eines Monats hin mag ich es, die vergangenen Wochen zu reflektieren und Revue passieren zu lassen, mir ein paar Fragen zu stellen, mich an schöne Erlebnisse zu erinnern, meine eigenen Handlungen noch einmal zu überdenken. Ganz besonders spannend ist es natürlich, auf den Montag zuvor oder vielleicht sogar auf einige weitere Monate zurück zu blicken. Hier merke ich immer wieder: die kleinen Dinge, die wir in unseren Alltag einbauen, sind die, die uns dorthin gebracht haben, wo wir heute sind.

Weil ich das Tagebuch schreiben so gerne habe und es mir so unfassbar viel gibt, dachte ich, ich würde heute gerne ein paar Inspirationen mit euch teilen, die ihr für euren Monatsrückblick verwenden könnt. Hier gilt wie immer: alles kann, nichts muss. Schnappt euch doch mal einen Planer, oder auch einfach ein Blatt Papier, eine halbe Stunde Zeit, einen ruhigen, aufgeräumten Ort, einen Stift … und los!

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WAS SIND DEINE LIEBSTEN ERINNERUNGEN IM LETZTEN MONAT?

WAS HAST DU GUTES FÜR DICH SELBST GETAN?

WOFÜR BIST DU DANKBAR?

WAS MÖCHTEST DU IM NEUEN MONAT VERMEHRT TUN?

WAS MÖCHTEST DU IM NEUEN MONAT WENIGER TUN?

WAS IST DEIN MANTRA, DAS DU AUS DEM LETZTEN MONAT MITGENOMMEN HAST?

WAS MÖCHTEST DU BIS ZUM NÄCHSTEN 01. ERREICHEN? SEI KONKRET!

DAS HAT MICH BESONDERS BERÜHRT:

HIERVON MÖCHTE ICH MICH VERABSCHIEDEN UND LOSLASSEN:

DARAUF BIN ICH STOLZ / DAS HABE ICH ERREICHT:

Ich hoffe, dieser Post gibt euch ein wenig Inspiration und motiviert euch, selbst mit dem Journalling zu beginnen. Wenn ihr noch Tipps habt, die ihr teilen möchtet, hinterlasst sie gerne in den Kommentaren! :)

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